1,9 min read - Published On: 16. September 2025 -

In der vergangenen Woche hat das UCI im Schweizer Wallis mehrere Disziplinen der Mountainbike-WM 2025 ausgetragen. Vom TSV Neckartenzlingen wurden die Fahrer Niklas Zankl und Marlon Rieß für die WM in den Nationalkader berufen und gingen im Deutschland-Trikot an den Start.

 

Wallis – MTB-Marathon
Beim Grand Raid mit über 5.000 Höhenmeter und 125 Kilometer durfte Niklas Zankl für Deutschland gegen die Besten der Welt antreten. Früh um 6:40 Uhr fiel in Verbier der Startschuss und Niklas konnte seinen eigenen Rhythmus finden. Nach rund fünf Stunden Rennzeit stand der anspruchsvollste Anstieg bevor: der Pas de Lona, der von 1.300 auf über 2.700 Meter hinaufführt. Die letzten 200 Höhenmeter mussten dabei auf einem steilen Wanderpfad geschoben werden. Anschließend ging es für ihn hinab ins Tal nach Grimentz, wo Niklas den 91. Rang erreichte und das harte Rennen und seine erste Weltmeisterschaft – trotz der Kämpfe mit sich selbst – erfolgreich beendete.

 

Crans-Montana – Cross-Country Olympic 

Marlon Rieß gehört zum jüngeren Jahrgang der Altersklasse U19 und konnte somit noch nicht viele Weltcup-Punkte sammeln. Das bedeutete, dass er im großen Starterfeld mit 92 Athleten aus aller Welt von Startplatz 73 in sein Rennen starten musste. Eine gute Startposition in den vorderen Reihen ist äußerst wichtig für das Ergebnis, denn es zeigte sich auch hier ,dass es nur sehr wenige Fahrer schafften mit hohen Startnummern nach vorne in die Punkte zu fahren. Aber einer davon war aber Marlon bei seiner ersten Weltmeisterschaft. Er fuhr in seinem ersten Junioren-Jahr bis in die Top 40 der Welt vor und holte sich wichtige Punkte. Zu Beginn des Rennens musste er sich durch viele Staus auf der engen, technisch sehr anspruchsvollen Strecke kämpfen. Das gelang ihm sehr gut und er konnte sich Runde um Runde nach vorne fahren. Bis ins Ziel gab Marlon alles, doch in der letzten von 7 Runden verließen ihn langsam seine Kräfte. Nach insgesamt 1:20:59 Stunden, ca. 24 Kilometern mit 1.120 Höhenmetern überquerte er auf Platz 36 die Ziellinie.

Einen nicht unwesentlichen Teil trug sicher seine Motivation dazu bei, auf der „neuen Lieblingstrecke“ unterwegs sein zu dürfen. „Die Strecke macht richtig Spaß. Sie ist super technisch, hat viele steile Abfahrten und steile Anstiege“, beschrieb Marlon seine bisher größte sportliche Herausforderung.